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Spielzeugmuseum in Anger-Aufham

Dr. Manfred Zeiner (Geschäftsführer) dwif - Consulting GmbH :

Was kann ein Spielzeugmuseum für Anger bringen?

Der Tourismus in Anger durchläuft seit einiger Zeit eine schwierige Phase. Die über Jahrzehnte hinweg vom Erfolg gekrönte Praxis, durch Herausstellen einer zugegebenermaßen wunderschönen Landschaft Gäste für einen Aufenthalt in Anger zu gewinnen, verliert ohne zeitgemäße Innovationen immer mehr an Strahlkraft. Manch in die Jahre gekommenes Angebot erreicht nicht mehr die erforderlichen Auslastungszahlen. Vielen Anbietern mangelt es nicht nur an unternehmerischer Perspektive, sondern sie beklagen das Fehlen von starken Zukunftsimpulsen. Der Glücksfall, dass mit dem in Anger geplanten Spielzeugmuseum des leidenschaftlichen Sammlers Hans Peter Porsche ein derartiger Impuls ausgelöst werden könnte, wird sich jedoch nur dann voll entfalten können, wenn durch Unternehmen und Bürger aus Anger und dem gesamten Berchtesgadener Land, entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Die vielen Besucher (erste Besucherschätzungen gehen von 150.000 bis 200.000 pro Jahr aus), die nach Anger kommen, werden für das Gastgewerbe und den Handel neue Potenziale erschließen. Erfolg wird sich jedoch nur dann einstellen, wenn durch Qualitätsanpassungen und enge Marketingkooperation mit dem Spielzeugmuseum entsprechende Weichenstellungen gelingen. Das (inter-)national angesehene Museumsprojekt wird mit Sicherheit das Image und die Außenwahrnehmung von Anger nachhaltig positiv verändern, da in Zukunft nicht mehr nur „schöne Landschaft“ als Vorzug genannt werden wird, sondern eben auch das Museum, welches durch herausragende Architektur und hochkarätige Inhalte sowie moderne museumspädagogische Konzepte selbst ursprüngliche Zweifler überzeugen wird. Der Enthusiasmus des Bauherrn und seine Liebe zum Detail sind Garanten dafür, dass hier die von Hans Peter Porsche so genannte „Realisierung von Traum und Leidenschaft“ zum ökonomischen und kulturellen Erfolg für die gesamte Gemeinde und darüber hinaus wird. Für das Museum ist es dabei wichtig, durch innovative Konzepte und Angebotsbausteine möglichst breite Schichten ansprechen zu können. In dem Museumsneubau werden nicht nur die Wirklichkeit gewordenen Spielzeugträume zu bestaunen sein, sondern es sind darin auch Seminar- und Vortragsräume, eine kleine Cafeteria und ein spezialisierter Museumsshop vorgesehen. Das Museum soll durch ein erlebnisreiches Außengelände, auf dem unter anderem, eingebettet in ein großes Spielgelände, eine für Kinder befahrbare Museumseisenbahn verkehren wird, abgerundet werden. Auf dem Areal des derzeitigen Bauhofes ist als weiterer wichtiger Mosaikstein noch die Errichtung einer „Oldtimerklinik“ geplant, in der auch einige Exponate der privaten Oldtimersammlung von Hans Peter Porsche zu sehen sein werden. Neben den Spielzeugen für Kinder werden somit auch die allseits beliebten vierrädrigen „Lieblingsspielzeuge der Erwachsenen“ ab Sommer 2014 in Anger zu bewundern sein. Diese geplante Angebotsergänzung wird zusätzliche Besuchergruppen anziehen, die allein über die Spielzeugexponate nicht zu gewinnen wären. Im Umfeld des Museums werden sich für Anger neue Chancen für ergänzende Geschäftsideen auftun, die ihrerseits wieder für Umsatz und Wertschöpfung in Anger und der Umgebung sorgen werden. Nur durch diese sinnvolle Erweiterung des Museumsgrundstückes durch das jetzige Bauhofareal wird es möglich, den Erlebniswert für die Museumsbesucher signifikant zu steigern und den Nutzen des Museums für Anger zu optimieren. Hierbei sei das „Geschenk“ eines nagelneuen, allen Richtlinien des Emissionsschutzes entsprechenden Bauhofes für die Gemeinde Anger als höchst willkommener Nebeneffekt dieses Grundstückstauschgeschäftes nur am Rande erwähnt. Nicht zum Tragen kommende Sanierungskosten für den alten Bauhof einmal gänzlich außen vor gelassen.

 

Der Wirtschaftskreis Anger- Aufham handelt richtig, wenn er sich schon frühzeitig in die Umsetzung dieses Jahrhundertprojektes für Anger mit konstruktiven Ideen einbringt und damit beim Bauherrn offene Türen einrennt. Ihm sind nicht nur die Umsetzung höchster ökologischer Standards (Solarenergie, Grünraumgestaltung mit regionstypischen Pflanzen usw.) ein Herzensanliegen, sondern auch der Konsens mit den Einwohnern. Das persönliche Engagement für eine ungeschönte Bürgerinformation sei hierfür als Beleg angeführt. Welch enorme touristische und wirtschaftliche Strahlkraft von Projekten wie dem hier angedachten Spielzeugmuseum ausgehen, zeigen Vorbilder in Deutschland und Europa wie das „Miniatur Wunderland“ in der Speicherstadt in Hamburg, das mit seinen Modelleisenbahnen pro Jahr mehr als eine Million Besucher anzieht oder das Museum Buchheim in Feldafing am Starnberger See. Erfahrungen des dwif zeigen, dass die ökonomischen Effekte, die von einem Erlebnismuseum der hier angedachten Art ausgehen, weit über das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Museums hinausgehen. Tagesgäste, die wegen des Museums nach Anger kommen, geben im Durchschnitt noch einmal rund doppelt so viel außerhalb des Museums aus, sofern das Angebot an Gastronomie, Einzelhandel und sonstigen Dienstleistungen ihnen hierzu die Gelegenheit einräumt. Der Anreiz zur Reiseunterbrechung auf dem Weg in den oder zurück aus dem Süden, wird durch die Kombination von Erlebnisinhalten für „Alt und Jung“ deutlich erhöht. Allerdings bedarf es  hierzu eines in jeder Hinsicht qualitativ ansprechenden Angebotes, um aus dem Potenzial tatsächliche Besucher für Anger zu generieren und die ersehnten Erfolge realisieren zu können.

 

Exakte ökonomische Vorschaurechnungen lassen sich derzeit noch nicht erstellen, da hierzu die endgültige Feinausgestaltung und die Eintrittspreise des Museums vorliegen müssten. Schon heute lässt sich jedoch feststellen, dass durch vielfältige Marketingkooperationen mit lokalen und regionalen Anbietern entsprechender Mehrwert ins Berchtesgadener Land gelenkt werden wird. Nicht zu vergessen sind die mehr als 30 Arbeitsplätze, die allein durch das neue Museum in Anger entstehen werden. Bedenkt man darüber hinaus die vielen lokalen und regionalen Vorleistungslieferungen, die nicht nur während der Bauphase entstehen werden, so wird deutlich, dass das Spielzeugmuseum weit mehr als der Stein gewordene Traum ein passionierten Unternehmers und Sammlers ist, sondern ein ökonomischer Glücksfall für die gesamte Gemeinde. Die reichhaltigen Erfahrungen der Familie Porsche in Verbindungmit dem tatkräftige Engagement der Angerer Bürger und Gewerbetreibenden sind der Garant dafür, dass mit dem Einreichen der offiziellen Baubeginnsanzeige bei der Gemeinde am 02. Mai 2011 eine neue Ära für Anger ihren Anfang genommen hat.

 

Dr. Manfred Zeiner        
(Geschäftsführer)
 
dwif - Consulting GmbH, Sonnenstr. 27, 80331 München
Tel: 0049 / 89 / 237 028 90, E-Mail:
m.zeiner@dwif.de, www.dwif.de

Weitere Meldungen hierzu und Dateien zur Einsicht:

Zeitungsartikel-Spatenstich-Museum (pdf ca. 1674 kb) spatenstich-porsche-spielzeugmuseum.pdf

Lageplan-neuer-Bauhof-Aufham (pdf ca. 321 kb) lageplan-neuer-bauhof-aufham.pdf

Model Spiel-und-Modellmuseum (jpg ca. 742 kb)model-spiel-und-modellmuseum.jpg

Plan Spiel-und-Modellmuseum (pdf ca. 6801 kb)plan-spiel-und-modellmuseum-anger.pdf

   
     
 
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